Wandel als Chance: Gemeinsame Vorbereitung auf 2018


Anlass für die interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts Wandel als Chance waren im Jahr 2008 die Beschlüsse von Land NRW, Bund und EU zur schrittweisen Stilllegung des Steinkohlenbergbaus in der Metropole Ruhr und im Kreis Steinfurt bis 2018. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, den Wegfall von bis zu 53.000 Arbeitsplätzen durch eine vorausschauende Strategie soweit wie möglich zu kompensieren.

Zentral für die Arbeit von Wandel als Chance sind drei Handlungsfelder, die Forderung und Selbstverpflichtung zugleich signalisieren: 

  • Fördern + Begleiten
  • Neu nutzen + Entwickeln
  • Erneuern + Erfinden

Im Rahmen dieser Handlungsfelder haben die beteiligten Kommunen bereits wichtige Entwicklungsprozesse auf den Weg gebracht (siehe regionale Projekte).

Label "nachhaltig.ruhr". Grafik: RVR.

Einer dieser Entwicklungsprozesse wurde im Februar 2014 formalisiert, als zwischen 17 Kommunen, dem Land NRW, der Ruhrkohle AG (RAG), der Ruhrkohle Montan Immobilien GmbH (RAG MI) und dem Regionalverband Ruhr (RVR) die „Vereinbarung zur vorausschauenden Revitalisierung bedeutsamer Bergbauflächen“ geschlossen wurde.

Die Unterzeichner der Bergbauflächen-Vereinbarung stimmen darin überein, dass alle Beteiligten in Folge der Stilllegung des Steinkohlenbergbaus vor erhebliche Herausforderungen gestellt werden. Sie streben daher in gemeinschaftlicher Verantwortung eine nachhaltige Folgenutzung regionalökonomisch und städ­tebaulich bedeutsamer, bereits stillgelegter oder zur Stilllegung vorgesehener Bergbauflächen an.

Die Bergbauflächen-Vereinbarung ist unten auf dieser Seite unter "Downloads" verfügbar (als PDF).

Die Bergbauflächen-Vereinbarung bezieht sich auf insgesamt 20 Flächen in den beteiligten Kommunen in der Metropole Ruhr und im Kreis Steinfurt: 

  • 01 Bergkamen – ehem. Bergwerk Haus Aden
  • 02 Bottrop – Bergwerk Prosper II
  • 03 Bottrop – Bergwerk Prosper Haniel
  • 04 Dinslaken – Kreativ.Quartier Lohberg
  • 05 Dorsten – ehem. Schachtanlage Fürst Leopold
  • 06 Dorsten – Fläche ehem. Kohlehafen
  • 07 Duisburg – ehem. Schacht Fritz im Ortsteil Rumeln – Kaldenhausen
  • 08 Essen – Emil Emscher / Hafen Coelln
  • 09 Gelsenkirchen / Herten – ehem. Bergwerk Westerholt
  • 10 Hamm – ehem. Bergwerk Ost
  • 11 Herne – General Blumenthal XI
  • 12 Herten – ehem. Bergwerk Schlägel & Eisen 3/4/7
  • 13 Ibbenbüren – Bergwerk Anthrazit
  • 14 Kamp-Lintfort – ehem. Bergwerk West
  • 15 Marl – Bergwerk Auguste Victoria
  • 16 Mettingen – Bergwerk Anthrazit – Nordschacht
  • 17 Neukirchen-Vluyn – Niederberg 1 | 2 | 5
  • 18 Oberhausen – Zeche Sterkrade 1/2
  • 19 Oberhausen – Logistikpark Waldteich
  • 20 Recklinghausen – Gewerbliche Mitte Recklinghausen Blumenthal

Die Gesamtgröße der erfassten Flächen liegt bei rund 1.000 ha. Soweit die Ziele der Nachnutzung bereits konkret definiert sind, sollen rund 40 Prozent der Flächen gewerblich neu genutzt werden, weitere 40 Prozent sind zur Grünentwicklung vorgesehen und rund 20 Prozent entfallen auf eine künftige Wohnbebauung. 

Der aktuelle Sachstand auf den Bergbauflächen wird derzeit für eine formale Zwischenbilanz recherchiert. Ein entsprechender Bericht wird im Februar 2017 erscheinen.

unterzeichnet im Februar 2014
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Stadt – KLIMA – Bildung
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Metropole Ruhr 2020 – intelligent, nachhaltig, integrativ
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Perspektive 2020
Concept Ruhr & Change as Chance
Perspective 2020
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Wandel als Chance
Wandel als Chance
Wandel als Chance

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Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat 5 - Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Michael Schwarze-Rodrian
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6387
Victoria Krebber
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-248

Beteiligte Kommunen und Kreise

Beteiligte Kommunen/Kreise bei "Wandel als Chance". Grafik: RVR