Konzept Ruhr: Für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung


Seit dem Jahre 2007 stimmen Städte und Kreise in der Metropole Ruhr gemeinsam über die interkommunale Arbeitsgemeinschaft Konzept Ruhr ihre Vorhaben zur nachhaltigen Stadtentwicklung miteinander ab und erarbeiten strategische Ansätze zur regionalen Entwicklung
.

In diesem Rahmen stellen die Städte und Kreise die Prioritäten für lokale Projekte und interkommunale Vorhaben dar, beschreiben den Stand der Umsetzung und formulieren gemeinschaftliche Ziele. Der Regionalverband Ruhr (RVR) wirkt dabei als regionaler Mittler und Moderator.

Das Konzept Ruhr wird seit 2008 ergänzt durch die Zusammenarbeit im Rahmen der Arbeitsgruppe Wandel als Chance. Hier haben sich zusätzlich diejenigen Kommunen zusammengeschlossen, die von der Stilllegung des Steinkohlenbergbaus bis 2018 besonders betroffen sind.

Label "interkommunal.engagiert". Grafik: RVR.

Die Ergebnisse der gemeinschaftlichen Arbeit zu Konzept Ruhr und Wandel als Chance sind in jährlichen Statusberichten festgehalten. Diese werden in den Stadträten und Kreistagen der beteiligten Gebietskörperschaften vorgestellt und diskutiert.

Über die Statusberichte

  • entsteht eine umfassende Transparenz zu laufenden und vorgesehenen Maßnahmen,
  • werden die Prioritäten bei lokalen und interkommunalen Vorhaben sichtbar,
  • werden gemeinschaftliche Ziele für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung definiert sowie
  • Rahmenbedingungen und anstehende Herausforderungen beschrieben
  • und Ideen für weitergehende konzeptionelle Ansätze formuliert.

Über die Arbeit der interkommunalen Gremien sind in den letzten Jahren wichtige Anregungen für strategische Entwicklungskonzepte erfolgt, die in regionalen Projekten wie dem Bildungsbericht Ruhr (Federführung RVR), dem Gewerblichen Flächenmanagement Ruhr (Federführung Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH), der Bergbauflächen-Vereinbarung (gemeinschaftliche Verantwortung von Städten, RVR, Bergbauunternehmen und Land Nordrhein-Westfalen) oder der gemeinsamen Strategie "Grüne Infrastruktur Ruhr" (Federführung RVR) mündeten.

In diesem Sinne wirken Konzept Ruhr und Wandel als Chance als Plattform für interkommunale Transparenz und kreative Entwicklungsprozesse in der Metropole Ruhr sowie als Unterstützung für

  • Kooperationen auf fachspezifischer Ebene (z. B. Arbeitskreise der EU-Beauftragten oder der kommunalen Wirtschaftsförderer),
  • übergeordnete Kooperationen wie dem Lenkungskreis der Städteregion Ruhr 2030,
  • Förderanträge von Kommunen oder
  • die vorbereitenden Arbeiten für den "Regionalplan Ruhr" beim RVR.

Im Jahr 2013 haben sich die betroffenen Städte und Kreise der Metropole Ruhr auf drei Leitthemen verständigt, die unter der Überschrift "Perspektive 2020" zusammengeführt werden: "Stadt – Klima – Bildung". 

Diese Leitthemen beziehen sich auf Bereiche des öffentlichen Lebens, die von Kommunen und regionalen Akteuren beeinflussbar sind. Sie ergänzen sich wechselseitig, bilden den strategischen Rahmen für lokale oder regionale Maßnahmen auf dem Weg in das Jahr 2020 und sind jeweils mit konkreten Handlungsfeldern untersetzt.

Zum Leitthema "Stadt" gehören die Handlungsfelder

  • nachhaltige Entwicklung von Stadträumen und -quartieren;
  • umfassender Umbau des Entwässerungssystems der Emscher mit neuen Möglichkeiten für die Stadtentwicklung;
  • regional abgestimmte Bereitstellung von Gewerbe- und Industrieflächen.

Dem Leitthema "Klima" sind als Handlungsfelder zugeordnet

  • die Anpassung von Siedlungsräumen und Infrastrukturen an die Folgen des Klimawandels;
  • die energieeffiziente Umgestaltung von Stadtquartieren und Stadträumen;
  • die Entwicklung klimaneutraler Mobilitätssysteme;
  • die Weiterentwicklung des Gesamtsystems der Grünen Infrastruktur Ruhr.

Für das Leitthema "Bildung" sind als Handlungsfelder definiert

  • die gezielte Zusammenführung von Maßnahmen der Stadtentwicklung und Vorhaben zur Verbesserung der Bildungsangebote in Stadtquartieren;
  • die systematische Verknüpfung von Hochschulen mit den jeweiligen Stadtgesellschaften und Projekten zur Stadtentwicklung;
  • die Erarbeitung gemeinschaftlicher Forschungs- oder Akquisitionsstrategien von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kommunen.

Im Mittelpunkt des aktuellen Statusberichts 2016 steht das Leitthema "Klima" – geordnet nach den zuvor definierten Handlungsfeldern (siehe oben). In der Metropole Ruhr gibt es eine Vielzahl lokaler und regionaler Projekte, die auf eine Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Anpassung an den Klimawandel ausgerichtet sind und schrittweise bis zum Jahr 2022 realisiert werden sollen.

Begleitet werden diese Projekte von einigen bereits beschlossenen oder geplanten Großereignissen für den Zeitraum 2017 bis 2027, mit denen dies in den nächsten Jahren auch gegenüber einer breiten (internationalen) Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden soll. Zu diesen Großereignissen zählen u. a. die "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017", die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort, der Abschluss des Projekts "InnovationCity Ruhr" im Jahr 2020 in Bottrop, die Netzwerkarbeit der klimametropole RUHR 2022 und die Beteiligung der Metropole Ruhr an der KlimaExpo.NRW im Jahr 2022 sowie die Bewerbung um eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA) für das Jahr 2027.

Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Stadt – KLIMA – Bildung
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Metropole Ruhr 2020 – intelligent, nachhaltig, integrativ
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Perspektive 2020
Concept Ruhr & Change as Chance
Perspective 2020
Konzept Ruhr & Wandel als Chance
Konzept Ruhr
Konzept Ruhr
Konzept Ruhr

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Kontakt & Infos

Regionalverband Ruhr
Referat 5 - Europäische und regionale Netzwerke Ruhr
Kronprinzenstraße 35
45128 Essen
Michael Schwarze-Rodrian
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-6387
Victoria Krebber
Telefon: +49 (0) 201 / 2069-248

Beteiligte Kommunen und Kreise

Beteiligte Kommunen/Kreise bei "Konzept Ruhr". Grafik: RVR